Backpacking Chile Steve on tour

onTour #012: Termas de Chillan – Skifoan

How cool is that? Just a few hours ago i was standing on a board and surfing down a sanddune and now i'm standing on the top of a hill covered with snow – with ski on my feets. We travelled to Termas de Chillan, just 2-3hours away from Tilos Home: we were skiing, enjoyed the Jacuzzis in the great Hostel and been to the Casino.

Eigentlich klingt das ganze schon irgendwie verrückt: noch vor einigen Stunden bin ich bei über 30Grad im T-Shirt und mit Sonnencreme eine Düne in der trockensten Wüste der Welt “hinuntergeboardet” – jetzt stehe ich mit Skiern an den Füßen auf einer schneebedeckten Skipiste und der kalte Wind pfeift mir ins Gesicht. Das zeigt wie kontrastreich dieses Land doch ist – doch beginnen wir von vorne.

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Bereits bei meinen Aufenthalten im Internetcafe von San Pedro de Atacama hatte ich regelmäßigen Kontakt zu Tilo – damals sinnierten wir ein wenig darüber das man am WE auch Skifahren gehen könnte. Wie bereits im vorherigen Beitrag geschildert, machten wir nach meiner Ankunft in Conce ernst und entschieden uns für die Tour in die Berge von Chillan – nur 2,5-3h Autofahrt von Tilos Zuhause entfernt.

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Wir standen bereits um 6h am Samstagmorgen auf, gönnten uns lediglich einen Kaffee und machten uns auf den Weg von der Küste gen Osten/Landesinnere/Anden. Im Gegensatz zu Tilo hatte ich mein Reisegepäck nicht für einen solchen Fall vorbereitet, sodass ich zunächst ohne Skihose/und -jacke, sowie ohne Handschuhe, Mütze und Ausrüstung die Tour begann. Die Wettervorhersage war vielversprechend und auch die Zeit perfekt: es ist gerade Frühlingsanfang in Chile, sodass wir uns in der Low Seasen befinden – d.h. wenig Leute, kein anstehen am Skilift und z.T. halbierte Preise.

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Nachdem wir das eher weniger schöne Chillan passiert hatten, erreichten wir Termas de Chillan(den eigentlichen Wintersportort) und suchten unser vielversprechendes Hotel “M.I.Lodge”. Der Ort selbst wirkte sehr ruhig und auch in unserem Hotel war so gut wie nix los – gut für uns, denn man kümmerte sich fürsorglich. Da wir bereits gegen 10h da waren, entschieden wir uns den Halbtagsskipass ins Auge zu fassen – somit hatten wir noch genug Zeit für die Ausleihe, umziehen und das leibliche Wohl.

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Da vor 1h die letzten Gäste frühstück aßen, bot man uns ein kleines privates Frühstücksbuffet mit allem drum und dran an – der Koch schmiß nochmal den Herd an und zauberte uns ein leckeres Rührei, dazu gab es frisch gemachten Kiwisaft, Brötchen und Aufstriche/Beläge. Wir saßen im großen Bar-/Restaurant- und Aufenthaltsbereich eines sehr schönen Holzgebäudes mit offenem Kamin, Ledersofas und Tischen. Das Hotel MILodge wird von ein paar jungen Franzosen geführt und scheint besonders auf die Bedürfnisse junger Gäste zugeschnitten: neben Boardshop&Ausleihe gibt es eine Kletterwand, einen Skatepark, Pool & Jacuzzis und WiFi im ganzen Haus – es gibt sowohl Doppel als auch Mehrbettzimmer und die Preise sind mehr als in Ordnung – d.h. 40€ mit Frühstück, Abendessen und inkl. aller genannten Aktivitäten im DZ.

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Wie erwähnt hatten wir auch die Möglichkeit uns im Hotel komplett auszustatten – das dauerte bei mir entsprechend länger, da ich passende Anziehsachen finden musste. Auch hier hatten wir die volle Aufmerksamkeit und fanden schnell das Richtige, sodass wir pünktlich um kurz vor 13h Richtung Berg starten konnten – um diese Zeit gab es den Skipass für den halben Preis.

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Oben angekommen strahlte uns die Sonne ins Gesicht, vor unseren Augen erhoben sich schneebedeckte Gipfel – auf den Pisten war kaum etwas los. Das hießige Skigebiet wirbt damit das größte in ganz Chile zu sein, es ist jedoch in keinem Fall mit denen in Österreich oder Deutschland vergleichbar – für ein WE reichen 40km Piste jedoch völlig aus. Ich war überrascht wie gut ich schon nach kurzer Zeit auf den Brettern unterwegs war – so konnten wir zusammen den größten Teil des Skigebiets in wenigen Stunden erkunden und das Panorama der Anden genießen. Erst gegen Abend zogen die Wolken in höhere Lagen und es kam ein starker Wind auf – die Pistenverhältnisse waren entsprechend: oben war es etwas vereist und unten relativ sulzig, insgesamt jedoch gut und weich zu fahren.

Aufgrund der Tatsache das man auf den längeren Abfahrten nie zum Anhalten gezwungen war merkten wir unsere Beine und Muskeln relativ schnell – wir machten die fehlende Kondition einfach mit Foto- und Videostopps wett. Wenn man sich das Publikum vor Ort ansah, war schnell klar, das Wintersport für die Mittel- und Oberschicht der Chilenen vorbehalten ist. Die Preise bewegen sich in der normalen Saison auf europäischem Niveau.

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Gegen 17h schnallten wir erschöpft und glücklich ab und freuten uns auf ein heißes Bad.Man hatte uns kurz vor unserer Abfahrt nochmal auf die heißen Jacuzzis im Außenbereich der Anlage hingewiesen – also machten wir uns mit Badehose und Handtuch bewaffnet auf den Weg, nicht ohne noch einen Zwischenstopp an der Hausbar einzulegen um uns mit kaltem Bier zu versorgen. Bei 40Grad Wassertemperatur genoßen wir das Panorama und entspannten uns.

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Später gab es ein 3gängiges Abendessen vom feinsten und wir entschieden uns das Nachtleben in der Gegend auszutesten. Hatte ich eigentlich erwähnt das Low Season ist? Dementsprechend gefüllt war die Bar in der wir uns einen zuegegebenermaßen sehr starken Pisco Sour gönnten. Danach ging es weiter zum Casino: Automaten und Roulette sowie ein paar Bier entschädigten für das ansonsten sehr ruhige Nachtleben – natürlich verzockten wir all unsere Einsätze, aber immerhin hatten wir zwischendrin eine kleine Glückssträhne.

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  • tilo

    und wer wollte beim roulette nicht alles auf die 5 setzen als die 5 kam?! … oh ;) das war ja ich ;)

    wir wären jetzt reich!

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