Backpacking Chile Steve on tour

onTour #002: Ritmo de la tarde en Madrid

Madrid, 22grad und wolkig – ich schaue nochmal kurz am Gepäckband ob nicht plötzlich doch mein Rucksack auf dem Band gelandet ist und werde dann von Esther begrüßt. Achja, da war noch was: auf zum Iberia-Schalter. Natürlich sehe ich lange Schlangen und bekomme nach ca 30min meinen Check-In – nach dem Platz wurde ich gar nicht erst gefragt, so werde ich in die Mittelreihe verfachtet und nach Rückfrage mit den Worten “you have a beautiful seat” vertröstet (alle Fensterplätze waren weg). Egal, auf ins Zentrum von Madrid!

Die Metro in Madrid ist recht neu und im Vergleich zu Hamburg spart man sich hier auch die Kontrolleure durch ein gläsernes Zugangssystem (karte rein, zwei kleine Glastüren schwingen elegant auf) – in ca. 30min waren wir damit im Zentrum. Was also tun? Irgendwie waren wir beide etwas platt und entschlossen uns für die Mutter aller Touri(guidi)-Lösungen: die Stadtrundfahrt im offenen Bus. Im Schnelldurchlauf konnte ich so die wichtigsten Bauwerke und Sehenswüdigkeiten begutachten – zwischen den sehr reichlich gestreuten Information a lá: “rechts sehen sie jetzt den Plaza Mayor” oder “schauen sie nach links-ein park!” gab es klassische Musik die sich alle 10min wiederholte.

madrid1001

Im Vergleich zum Umland ist Madrid sehr grün, zudem sieht man zahlreiche große Brunnen. Gleich zu Beginn der Tour fuhren wir an den 2 größten vorbei – der erste Brunnen dient Real Madrid und seinen Fans bei errungenen Titeln quasi als Rathausbalkon-Ersatz (so kommt es besipielsweise vor, dass der Statue ein Hut aufgesetzt und ein Real-Schal umgelegt wird). Beim zweiten Brunnen(im Bild zu sehen) erzählte mir Esther das sich hier dasselbe abspielt, jedoch mit dem Rivalen Atletico Madrid.

madrid1004

Fährt man eine Zeit durch Madrid fällt auf wieviele prächtige und vor allem große historische Gebäude es hier gibt – wie an einer Perlenschnur aufgereiht pflastern sie die gesamte Innenstadt. Moderne Bürotürme finden sich erst außerhalb im Bereich des Estadio Santiago Bernabeu (der Heimstätte von Real), hier ist dementsprechend Bauland begehrt – der Grund warum Real öfter mal riesige Schulden machen kann (das Vereinsgelände ist durch den Bauboom Gold wert). Interessant ist auch, dass das Rathaus bis vor kurzem, etwas versteckt, in einem relativ kleinen Gebäude ansässig war und nun in einen weitaus repräsentativeren Bau umgezogen ist – die ehemalige Post.

madrid1003

Wir ließen die roten Doppeldecker hinter uns und entschieden uns nun die Stadt per Pedes zu erkunden – es ging in den zentralen Park (so ähnlich wie unser Stadtpark), dort gibt es künstlich angelegte Seen und Bachläufe, prächtige Gärten und Skulpturen. An dieser Stelle sei die Frage erlaubt wieviel Wasser man wohl für diese Anlagen benötigt – sehr ökologisch ist es wohl nicht *g*. Der Magen meldete sich und Esther präsentierte hausgemachte Tapas, ihre Mutter hat tatsächlich extra eine kleine Tortilla de patata gemacht – lecker, lecker, lecker!

madrid1005

Es wurde Abend und ich wollte die Stadt gerne auch von einer anderen Perspektive sehen – Esther kannte eine Aussichtsplattform in einem Museum, also nix wie hin. Zu unserem Glück war diese heute zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Oben angekommen, bot sich uns ein überwätigender Ausblick, zudem fand sich hier eine äußerst passende Fotoaustellung mit dem Namen “Madrid – oh cielo!”(cielo=himmel).

madrid1006

Der Sonnenuntergang tauchte die Stadt in orangefarbenes Licht, die Digicam kam nicht zur Ruhe. So langsam drängte jedoch auch die Zeit, da ich bereits um 22:30h am Flughafen sein musste – also machten wir uns auf die Suche nach einem kleinen Restaurant. Esther zeigte mir einen scheinbar sehr beliebten Laden wo es eine besondere “Spezialität” gab: fritierte Kartoffeln mit roter Sauce – kein Mojo, aber dennoch pikant und sehr lecker! Da mein Touriguide sein Auto unweit des Zentrums geparkt hatte, wurde ich sogar noch bis zum Flughafen kutschiert.

Iberia Airbus A340-642

Der Flughafen von Madrid ist riesengroß, das sollte sich jeder vor Augen führen der von hier aus einen Langstreckenflug plant. So staunte ich nicht schlecht als ich nach dem Sicherheits-Check-In an eine kleine Bahnstation kam wo stand das ich bis zu meinem Abflugbereich mindestens 20min beötigte: unterirdisch ging es einige Minuten vom Terminal 4 zum Terminal 4S. Dann folgte die Passkontrolle und der lange Gang auf Laufbändern zum Zielgate, dort warteten schon Menschenmassen – durch die Fenster konnt man den Vogel erkennen, der uns gleich nach Santiago bringen wird.

[gmap height=”400″ address=”Madrid” zoom=”10″ maptype=”G_HYBRID_MAP”]
Tags
  • tilo

    netter tag anscheinend…

About

Hey, my name is Steve. Actually I’m a guy like you that used to live the ‘normal’ life until September 2012...

Read more

My language course

With Babbel I learned Spanish within 3 months for my South America trip. Try it for free!

Most Popular






On TV

Globetrotter is one of the weekly segments in the TV travel guide Check-in on DW TV. Here, video blogger Steve Hänisch will be showing his travel videos from around the world:
> find out more

My Travel Insurance