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Aber…ist Südamerika nicht gefährlich?

Ist Südamerika gefährlich?

In letzter Zeit finden immer mehr Besucher über die Suchphrase „ist Südamerika gefährlich“ oder „gefährliche Länder in Südamerika“ auf meine Seite. Das Thema Sicherheit beschäftigt in Deutschland viele Reisende, nicht wenige meiden Südamerika aufgrund ihrer Bedenken. Ist es wirklich so schlimm?

Wie die meisten Leser wissen habe ich längere Zeit in Südamerika verbracht, insgesamt 8 Monate. In dieser Zeit bin ich allein durch 5 Länder gereist: Peru, Bolivien, Chile, Uruguay und Argentinien. In diesem Jahr kam noch Rio de Janeiro in Brasilien dazu.

Ich hatte eine tolle Zeit und komme immer wieder gerne nach Südamerika zurück. Die Menschen vor Ort sind unglaublich sympathisch und warmherzig, insbesondere wenn man die Sprache beherrscht ist es allein menschlich gesehen schon die lange Reise wert.

Absolute Sicherheit gibt es nirgendwo

Beginnen wir mit der traurigen Wahrheit: es gibt keine sicheren Länder/Regionen auf dieser Welt. Gerade wenn man in Deutschland aufgewachsen ist findet man schwerlich überhaupt eine Gegend in der es sicherer ist als zu Hause. Doch auch in Deutschland gibt es gefährliche Gegenden, insbesondere in Ballungsräumen und sog. „sozialen Brennpunkten“.

In Südamerika ist zwar die Armut größer, dies bedeutet jedoch nicht zwangsweise das an jeder Ecke ein Massenmörder auf sein nächstes Opfer wartet. Wie in Deutschland gibt es auch hier Orte mit mehr und Orte mit weniger kriminellen Vorfällen. Gerade bei touristischen Hotspots sind die Länder bemüht eine besonders hohe Sicherheit zu gewährleisten, schließlich sind viele auf den Tourismus angewiesen.

unbeschwert und ohne Angst reisen – den Respekt wahren

Auf meiner Reise quer über den Kontinent hatte ich die meiste Zeit ein gutes, sicheres Gefühl. Viele Gegenden sehen für uns Europäer manchmal schlimmer aus als sie eigentlich sind. Hier ist es wichtig das du dich vorher genau über die Orte informierst die du als nächstes besuchen willst und grundlegende Sicherheitsregeln beachtest.

Das wichtigste ist jedoch: reise niemals mit Angst, verliere aber auf der anderen Seite auch nicht den Respekt. Es ist wichtig mit offenen Augen unterwegs zu sein und auf dein Bauchgefühl zu vertrauen.

die Sprache lernen heißt auch an Sicherheit gewinnen

Ich predige in meinen Reiseführern immer wieder: „Leute, lernt die Landessprache!“. Die Sprache öffnet dir viele Türen und lässt dich gleich viel selbstbewusster reisen – du verstehst die Leute, weißt was sie von dir wollen, kannst sie um Hilfe bitten oder um Rat fragen.

Zudem vermeidest du so viele Missverständnisse, wirkst selbstsicherer und wertest deine Reise ungemein auf – der Aufwand eines Sprachkurses und das investierte Geld zahlt sich vielfach aus.

große Städte mit Vorsicht genießen

Aber ja, auch mir ist unschönes widerfahren – ich wurde in Cordoba (Argentinien) Opfer eines sehr gewaltsamen Raubüberfalls. Schuld daran ist jedoch die Missachtung meiner eigenen Sicherheitsregeln „sei Nachts nie allein in großen Städten unterwegs“, „nimm im Zweifelsfall ein Taxi“ und „werde nicht leichtsinnig“. Am Ende stand der Verlust von Wertgegenständen und die Einlieferung ins Krankenhaus. Ziemlich uncool aber auch ziemlich dämlich von mir (hier das Video dazu).

Bei Einhaltung der Sicherheitstipps zu Südamerika würde am Ende eines sehr langen Südamerikaaufenthalts nicht ein einziger Zwischenfall stehen. Dennoch, nach dem Überfall habe ich Argentinien noch mehr lieben gelernt – die Unterstützung die ich erhielt ist schwer in Worte zu fassen und hat mir gezeigt wie toll die Menschen vor Ort sind.

Sei es mein negatives Erlebnis oder das anderer Reisender, die Übergriffe fanden überwiegend in großen Städten statt. Nicht selten spielte die Leichtsinnigkeit und die Tatsache das man sich zuvor kaum informiert hat eine entscheidende Rolle.

Lass dich nicht abschrecken!

Sieht man von Großstädten ab relativiert sich vieles – in Patagonien und dem Seengebiet in Chile bin ich gar mehr als 1000km per Anhalter gereist. In Ushuaia (Feuerland), Bariloche (Argentinien), San Pedro de Atacama (Chile), Punta del Este (Uruguay) uvm. war ich desöfteren ohne Probleme auch Nachts unterwegs nachdem ich mich zuvor über die Gegebenheiten informiert hatte. Von den mehrtägigen Wanderungen inkl. Camping in Peru, Chile und Argentinien ganz zu schweigen.

Die Sicherheit die wir in Deutschland genießen ist eine große Bürde, resultiert daraus doch oft eine Angst die uns daran hindert wunderbare Erfahrungen zu machen. Denn, mal ganz ehrlich, was wissen wir in Europa eigentlich schon über diesen Teil der Welt? Welche Nachrichten dringen zu uns durch? Leider sind es, wie so oft, überwiegend die negativen.

Die Länder Südamerika's haben so viel zu bieten, die meisten Spots sind viel sicherer als einem oft Glauben gemacht wird. Mit ein wenig Vorbereitung ist eine Reise durch diesen Teil der Welt nicht viel gefährlicher als anderswo. Südamerika wartet auf dich!

Wenn Du dich optimal vorbereiten willst geht es hier weiter:

 
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Ist Südamerika gefährlich? Wie sind deine Erfahrungen?

Dieser Beitrag gibt meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke wieder – wie steht es um Deine? Ich freue mich über jeglichen konstruktiven Kommentar / Erfahrungsbericht zum Thema um Unentschlossenen einen breiteren Eindruck zu vermitteln!

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