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Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Ecuador (Anden Edition)

Der Quilotoa Krater - einer der vielen Sehesnwürdigkeiten in Ecuador entlang der Straße der Vulkane

Trotz seiner geringen Größe findest du eine unglaubliche Vielfalt an Sehenswürdigkeiten in Ecuador, zählt es doch zu den Ländern mit der höchsten Biodiversität der Welt.

Für die meisten sind lediglich die Galapagosinseln und vielleicht noch die Hauptstadt Quito ein Begriff, dabei bietet gerade die Andenregion „La Sierra“ ein paar großartige Ziele entlang der Straße der Vulkane. Diese Liste stellt dir meine 10 liebsten Spots von Nord nach Süd vor.

Vor einer Reise nach Ecuador empfehle ich dir dringend zumindest etwas Grundspanisch anzueignen, ich selbst habe vor meiner ersten Südamerikareise den Online-Sprachkurs von Babbel gemacht. Weitere Infos zu Südamerika, sowie weitere Guides findest du in der Südamerika-Übersicht!

1. Otavalo

Der Markt von Otavalo ist bekannt für Stoffe und Kleidung
Der Markt von Otavalo ist bekannt für Stoffe und Kleidung

An sich ist schon das Otavalo Tal einen Besuch wert: der Ort Otavalo liegt ca. 1,5h – 2h nördlich von Quito und ist umgeben von insgesamt 3 Vulkanen. Der Grund für den Besuch der Stadt ist jedoch die Tatsache das sich hier der größte indigene Markt Südamerikas befindet. Wer also auf der Suche nach einem passenden, typischen und zudem günstigen Geschenk ist wird auf diesem farbenfrohen Markt fündig. Unbedingt feilschen!
 
Wer Trubel mag sollte insbesondere am Wochenende hierher kommen, da hier vor allem die Einheimischen in Scharen auf den Markt drängen, welcher sich dann über das gesamte Innenstadtgebiet erstreckt. Ein Ausflug nach Otavalo lässt sich prima mit dem Besuch von Cuicocha verbinden (folgender Tipp).
 
Hinkommen: mit dem Auto von Quito aus in 1,5 -2h je nach Verkehr (früh am Morgen starten)
Unterkunft: Übersicht an Unterkünften in der Stadt


2. Cuicocha

Der Cuicocha-See mit seinen Inseln bietet den Fotografen unter euch so manches schönes Motiv wenn man auf dem Kraterrand entlang spaziert
Der Cuicocha-See mit seinen Inseln bietet den Fotografen unter euch so manches schönes Motiv wenn man auf dem Kraterrand entlang spaziert

Der sog. Meerschweinchensee liegt in einem zusammengefallenen Vulkankrater, auch Caldera genannt, direkt am Fuße des Vulkans Cotacachi. Durch die beiden Inseln die durch Lavadome in der Mitte des Krater entstanden ist ergibt sich eine einzigartige Szenerie. Die beste Aussicht hast du vom Kraterrand, auch eine Rundfahrt mit dem Boot ist möglich.
 
Es ist möglich den gesamten Krater auf dem Kraterrand zu umrunden (rund 20km), das ganze dauert um die 5-6 Stunden und erfordert aufgrund der Höhenlage und der Auf- und Abstiege eine entsprechende körperliche Fitness (Sonnencreme und Wasser nicht vergessen!). Vom Besucherzentrum aus kann man auch einen kurzen Spaziergang auf dem Kraterrand in Angriff nehmen (am besten gegen den Uhrzeigersinn laufen!).
 
Hinkommen: mit dem Bus von Otavalo nach Quiroga, von Quiroga mit dem Taxi (5$) zum See // von Quito in ca. 2h mit dem Auto
Unterkunft: am besten in Otavalo


3. Mittelpunkt der Welt – Mitad del Mundo & Quitsato

Da stehe ich also, direkt auf dem Mittelpunkt der Erde an der Sonnenuhr Quitsato bei Cayambe
Da stehe ich also, direkt auf dem Mittelpunkt der Erde an der Sonnenuhr Quitsato bei Cayambe

Eine der Sehenswürdigkeiten in Ecuador ist die Äquatorlinie, gleichzeitig der Namensgeber des Landes. Selbige verläuft etwas nördlich von Quito, es gibt einige markante Denkmäler die die Linie ausweisen.
 
Der populärste Spot ist das Monument „Mitad del Mundo“, welches den Punkt auszeichnet an welchem erstmalig die genaue Position des Äquators durch einen Europäer bestimmt wurde – allerdings haben neuere Messungen ergeben das das Monument 240m daneben liegt. Neben dem Monument lohnt sich daher der Besuch des Intinan Museums welches direkt an der Äquatorlinie liegt und mit interessanten Experimenten aufwartet 😉
 
Ich selbst war auf dem Rückweg von Cuicocha nach Quito am Quitsato Monument. Hierbei handelt es sich um eine riesige Inka-Sonnenuhr von welcher man den Cayambe Vulkan sehen kann, zudem befindet sich das Monument auf der tatsächlichen Äquatorlinie und ist völlig umsonst – wer mag kann vor Ort einen Guide nehmen (Kostenpunkt 10$).
 
Hinkommen: mit dem Bus (0.40$) oder Taxi von Quito aus – mit Taxifahrern am besten einen Festpreis für den Trip vereinbaren (30-40 US$) in ca 45min
Unterkunft: Quito empfiehlt sich hier als Ausgangspunkt


4. Quito

Quito's Altstadt und der sog. "Panecillo"
Quito's Altstadt und der sogenannte „Panecillo“ – von dort hat man einen großartigen Blick über die Stadt!

Die Hauptstadt Ecuadors ist gleichzeitig die höchstgelegene Hauptstadt der Welt, die Altstadt war als erste Stadt überhaupt Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Du solltest dir auf jeden Fall ein paar Tage Zeit nehmen Quito zu erkunden, allein hier gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten!
 
Insgesamt lohnt sich Quito als Ausgangspunkt für Tagesausflüge, auch wenn der Verkehr das herauskommen aus der Stadt etwas erschwert (hier lohnt es sich einen einheimischen Fahrer zu haben). Auch von der Stadt aus kann man eine längere Wanderung zu einem Vulkan in Angriff nehmen – ausgehend von der Bergstation des TeleferiQo.
 
Unterkunft: ich war in insgesamt 3 Unterkünften und kann alle empfehlen, mein persönlicher Favorit war das B&B del Cielo im Ausgehviertel Mariscal, gefolgt von dem wesentlich teureren 5* Hotel Patio Andaluz in der Alstadt und dem 4* Hotel Quito mit toller Aussicht auf den Cayambe Vulkan. Mehr findest du in der Quito-Übersicht bei Booking.


5. Termas de Papallacta

Entspannung pur in den Termas de Papallacta
Entspannung pur in den Termas de Papallacta

Unser Besuch in den Thermen von Papallacta war der entspannte Abschluss unserer Reise. Der Ort liegt rund 60km östlich von Quito, die Thermalbäder werden von den umliegenden heißen Quellen gespeist. Ich empfehle den Besuch der teureren Bäder „Termas de Papallacta“ die zum gleichnamigen Hotel gehören, der Eintritt kostet hier 22$.
 
Ein Besuch der Thermen lässt sich prima mit dem Ausflug zum Naturreservat Cayambe Coca verbinden (siehe nächster Tipp).
 
Hinkommen: am besten per Auto von Quito (ca. 2h)
Unterkunft: entweder im recht teuren, aber sehr populären Hotel Termas de Papallacta oder in Quito


6. Nationalpark Cayambe-Coca (Laguna Banos)

Perfekt für eine Auszeit in der Natur: das Naturreservat Cayambe-Coca
Perfekt für eine Auszeit in der Natur: das Naturreservat Cayambe-Coca

Das „Reserva Ecologica Cayambe-Coca“ ist einer der schönsten Nationalparks in der nördlichen Sierra und ist ideal für einen Wanderausflug in Kombination mit Besuch der Thermen von Papallacta geeignet, da sich einer der Zugänge eine kurze Strecke oberhalb der Thermen befindet.
 
In diesem Teil des Parks gibt es einen gemütlichen Wanderweg der vorbei an Wasserfällen und Lagunen führt – ideal für einen Tagesausflug!
 
Hinkommen: siehe 5) und dann am besten ein Taxi bis zum Rangerhäuschen nehmen
Unterkunft: siehe 5)


7. Quilotoa

Der Quilotoa Krater ist eine meiner liebsten Sehenswürdigkeiten in Ecuador
Der Quilotoa Krater ist eine meiner liebsten Sehenswürdigkeiten in Ecuador

Für mich eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten in Ecuador – ähnlich wie beim Cuicocha handelt es sich hierbei um einen großen Krater mit See. An klaren Tagen bietet sich dem Besucher ein einzigartiges Panorama. Neben dem bekannten Aussichtspunkt am kleinen Touri-Ort Quilotoa empfehle ich die Fahrt zum etwas schwieriger zugänglichen, neuerrichteten Aussichtspunkt „Shalala“ der noch weitestgehend unbekannt ist.
 
Wer mag kann auch hier eine längere Wanderung entlang des Kraterrands in Angriff nehmen, das ganze dauert um die 5h (Sonnencreme und Wasser auch und insbesondere hier nicht vergessen!). Vom Touriort Quilotoa kann man zudem hinunter zum See laufen (Dauer pro Strecke 1,5 – 2h), unten angekommen kann man Boote ausleihen.
 
Hinkommen: mit dem Bus oder Auto von Quito (über Latacunga), ca. 3h
Unterkunft: in Quito, Latacunga oder in Riobamba (wenn du nach Süden weiterreisen willst)


8. Tren Crucero & Teufelsnase (Nariz del Diablo)

Die Fahrt mit dem Tren Crucero ist für viele ein Kindheitstraum - die Aussichten sind einzigartig!
Die Fahrt mit dem Tren Crucero ist für viele ein Kindheitstraum – die Aussichten sind einzigartig!

Die Zugreise mit dem Tren Crucero gehört zu den schönsten Bahnreisen weltweit, da der Zug innerhalb von 3 Tagen von Quito bis hinunter nach Guayaquil alle möglichen Klimazonen und Landschaften durchquert. Ich selbst hatte das Glück die Teilstrecke von Riobamba über Alausi bis nach Bucay zu fahren und war zutiefst beeindruckt von den Panoramen die sich uns boten.
 
Während die gesamte Tour mit dem Tren Crucero mit knapp 1400 US$ (4 Tage / 3 Nächte – inklusive Hotels, Verpflegung und Touren) nur für die wenigsten machbar ist, kann man das Teilstück bei Alausi zur Teufelsnase für knapp 30 US$ buchen (allerdings mit einem anderen Zug). Das Besondere hieran: der Zug fährt im Zick-Zack den steilen Abhang hinunter ins Tal, von dort kann man die Gesteinsformation der Teufelsnase (Spanisch: „Nariz del Diablo“) sehen. Leider wurde der Bahnverkehr eingestellt.
 
Hinkommen: mit dem Auto nach Alausi und von dort mit dem Zug
Unterkunft: Alausi ist ein netter kleiner Ort mit einigen Übernachtungsoptionen


9. Ingapirca

Die Inka-Ruinen von Ingapirca
Die Inka-Ruinen von Ingapirca

Unweit von Cuenca liegt die bedeutendste Inka-Stätte Ecuadors. Der Komplex ist eine Art Festung und Kultstätte zugleich – ähnlich der Strukturen die man in Peru gefunden hat. Insbesondere die Art der Architektur mit den nahezu fugenlosen Wänden ist beeindruckend und erinnerte mich stark an Cusco.
 
Wer bereits Machu Picchu und Co kennt wird sicher etwas enttäuscht sein, für alle Anderen ist es ein lohnenswerter Tagesausflug von Cuenca!
 
Hinkommen: am besten mit dem Bus oder Auto von Cuenca (ca. 2h)
Unterkunft: direkt vor Ort (empfehlenswert!) oder in Cuenca (siehe nächster Tipp)


10. Cuenca

Cuenca ist auf jeden Fall auch einen Stadtbesuch wert - tolle Altstadt!
Cuenca ist auf jeden Fall auch einen Stadtbesuch wert – tolle Altstadt!

Die drittgrößte Stadt Ecuadors hat ebenfalls eine wunderschöne Altstadt die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört – ein Besuch lohnt in jedem Fall, hier gibt es viele hübsche Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Neben der Architektur und der großen Kathedrale war ich insbesondere von der entspannten Atmosphäre angetan, zudem gilt die Stadt als guter Spot in Sachen Nachtleben.
 
Wenn du vor Ort Station machst solltest du in jedem Fall auch im Restaurant „Los Tiestos“ vorbeischauen, meiner Meinung nach das beste Restaurant in dem ich während meiner Zeit in Ecuador gegessen habe. Der Koch zählt zu den besten des Landes und die Gerichte (vor allem das Lomo) sind allein die Reise nach Cuenca wert!
 
Hinkommen: von Quito bietet sich ein Inlandsflug an (sowohl LAN als auch Tame bieten regelmäßige Verbindungen an)
Unterkunft: ich war im B&B del Cielo untergebracht und kann das sehr empfehlen, mehr findest du auf der Cuenca-Übersicht von Booking.


Meine Videos aus Ecuador

Neben schicken Bildern habe ich unterwegs auch eine kleine Serie gedreht, diese ist zwar auf Englisch zeigt jedoch alle hier angesprochenen Sehenswürdigkeiten so wie ich sie erlebt habe:
 


Mehr Sehenswürdigkeiten in Ecuador?

Da ich nur 2 Wochen in der Andenregion unterwegs war freue ich mich über weitere Tipps von den Ecuador-Experten. Warst du schon vor Ort und hast weitere Empfehlungen für das ecuadorianische Hochland? Hinterlasse einen Kommentar!
 
 
Hinweis: Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit dem Tourismusministerium Ecuadors für das ich im Rahmen des Feel Again Projekts nach Ecuador eingeladen wurde. Nichtsdestotrotz entstammen mehr als 50% des Inhalts aus privaten Reisen die ich vor und nach dem Engagement im Land unternommen habe. Alle Meinungen, Empfehlungen und Ansichten sind meine eigenen.
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