Backpacking Chile Steve on tour

onTour #006: Valle de la Luna y Observacion de Cielo en la noche

(German Post) Für den ersten Tag in San Pedro war zunächst ausschlafen angesagt, danach gings unter die kalte Dusche und auf die Suche nach einer geeigneten Agent(o)ur. Diese fand sich schnell, aufgrund der Empfehlung meines LP -ich buchte einige Touren, die erste sollte noch am Nachmittag start – Ziel war das Valle de la Luna (Mondtal).

Mit dem Minibus ging es um 15h los, schon nach wenigen Minuten lernte ich ein jüngeres englisches Pärchen kennen mit denen ich mich fortan viel unterhielt. Unser erster Stop war eine Art Canyon, hier wurde wir über die Entstehung und die geologische Beschaffenheit informiert – im Prinzip sind alle Gesteinsformationen auf den folgenden Bilder durch Wasser und Erdanhebungen entstanden (die Salzebene liegt genau zwischen den Anden und der Küstenkordillere-beide Gebirge schieben die Ebene durch tektonische Bewegungen zusammen).

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(durch den Sand zum nächsten Spot)

Heutzutage sieht man in der Atacamawüste eher selten Wasser: durchschnittlich 4 Regentage im Jahr machen diese Region zur trockensten Wüste der Erde. Neben Gesteinsformationen gibt es hier jedoch auch riesige Sanddünen zu sehen – diese wiederum eignen sich besonders zum Sandboarding (dazu bald mehr).

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Die Temperaturen liegen tagsüber zu dieser Jahreszeit (Frühling) bei ca. 32Grad im Schatten und die Sonne brennt – d.h. Sonnencreme mit LSF 50, Mütze und Wasser sind auf jeder Tour unerlässlich. Am Abend hingegen sinkt die Temperatur rapide: bis zu -5Grad sind derzeit Nachts üblich – vielleicht könnt ihr euch vorstellen wie es ist morgens zudem kalt zu duschen.

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Die Natur bringt teilweise sehr interessante Felsformationen zu stande, neben dem “Amphietheater” (Bild oben) auch diesen -scheinbar sehr hungrigen- Dinosaurier:

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Unsere Tour endete auf einem Hügel von dem aus man einen weiten Blick über die Salzebene bis zu den Anden hat – pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir diesen Hotspot und konnten miterleben wie die Sonne die Berge in rotes Licht taucht.

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Nach unserer Rückkehr in San Pedro gegen 19h ging ich spontan -auf anraten der beiden Engländer- zu einer weiteren Agentur um noch für diese Nacht eine Sternentour zu buchen. Diese startete um 21:30h und sollte bis 0:30h gehen – zu meinem Glück war dies zudem die letzte Tour in dieser Woche, allerdings musste ich damit leben das sie nur auf spanisch ist.

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Kaum ein Ort auf der Erde bietet so gute Bedingungen um den Kosmos zu erforschen – nie Wolken, keine Lichtverschmutzung und die größten Observatorien der Welt machen Chile zu einem Disneyland für Astronomen. Derzeit befindet sich unweit von San Pedro das größte Teleskop der Welt im Bau: es soll 2015 fertiggestellt sein, auch Deutschland ist daran beteiligt.

Teide de noche + telescopio

Wir fuhren zu einem Observationszentrum außerhalb der Stadt, bei unsere Ankunft sahen wir ca. 8 freistehende Teleskope die auf verschiedene Stellen am Himmel ausgerichtet waren. Wir wurden von einer netten Dame begrüßt die uns fortan viel Wissen auf eine Art und Weise vermittelte wie ich es noch nie erlebt hatte – ich konnte zwar nur ca. 70% verstehen, lernte jedoch eine Menge. Mit einem Ultra-Laserpointer war es möglich das sie uns genau die Sterne und Formationen am Himmel zeigen konnte über die sie sprach, als weitere Hilfmittel hielten manchmal auch Personen aus der Gruppe her (ich war einmal auch Planet und wurde gerne auch öfter mal zu Sternformationen in D gefragt, da ich der einzige deutsche war). Ich kann kaum beschreiben wie großartig sich der Sternehimmel über uns präsentierte, auch ohne ein Teleskop zu benutzen -ich konnte Sternenbilder, Sterne und Planeten sehen die man in D so nie sehen kann. Beispielsweise konnte man das gesamte Sternenbild des Skorpion ohne Probleme erkennen – ich dachte immer ich hätte dies in seiner Gänze schon gesehen, heute wurde mir bewusst das ich lediglich die Hälfte sehen konnte.

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Nun gingen wir zu den im freien aufgestellten Teleskopen über, hiermit war es möglich bestimmte Orte genauer zu betrachten. Nach der Erklärung aller Gerätschaften und der Formationen die sie zeigen verteilte sich die Gruppe auf dem Gelände – neben Planeten konnte man kleine Universen, den Mond und verschiedenfarbige Sterne (orange, blau, rot – je nach Temperatur, wobei blaue die heißesten sind) beobachten. Es war jedoch ziemlich kalt, da wir uns auf offenen Gelände befanden – trotz langen Sachen und 2 Jacken.

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Über ein spezielles Teleskop, welches mit einem bestimmten Filter ausgestattet war, konnte man zudem Fotos vom Mond schießen. Die Ergebnisse meiner Versuche seht ihr hier in 2Bildern. In der Nahaufnahme kann man sogar den Ort erkennen auf dem die erste Mondexpidition gelandet ist (jedoch nicht in der hier angebotenen Auflösung – daher bitte bei Flickr ansehen) – im rechten Bereich ist die Silhoutte einer Person zu erkennen, hier im dunklen Bereich der Schuter findet sich ein winziger kleiner weißer Punkt: in der Nähe davon wurden die legendären Worte a lá “it's just a little step for me…” gesprochen.

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