Backpacking Chile Steve on tour

onTour #008: Los Geysieres y Cactuses

It was 3:30h in the morning, today i had to stay up very early for the Tatio Geysers. We reached them after 2hours of driving at a heigth of 4320m and it was soooo cold: about 10 degrees below zero. But the view was just amazing – it was worth it! After breakfest and swimming in the terms we went to the “Cactus Forest”.

(German Post) Es gibt so Tage, da fragt man sich direkt nach dem Aufstehen: “Warum mach ich das hier eigentlich?” Genau so ging es mir heute, denn auf dem Programm standen die Tatio-Geysiere und als mein Wecker um 3:30h klingelte kam ich mir überhaupt nicht wie im Urlaub vor.

Jaime und Juan(Guide und Fahrer die ich bereits bei den vorhergehenden Touren hatte) holten mich kurz nach 4h direkt von meinem Hostel ab, bevor die anderen 6 Personen eingesackt wurden. Bei Buchung der Tour wurde ich darauf hingewiesen mich entsprechend vorzubereiten – d.h.: warme Kleidung, Wasser, Sonnencreme und Badehose sollten mit. Morgens/Nachts ist es um diese Uhrzeit in der Atacamawüste besonders kalt, da es jedoch zusätzlich in die Berge im Norden ging -direkt an der Grenze zu Bolivien- wurde es auf der 2 stündigen Fahrt immer kälter.


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(Vor dem Sonnenaufgang – wie man sieht war es sehr kalt)
Noch im halbdunkel erreichten wir nach abenteuerlicher Fahrt über Schotterpisten (an Schlaf war nicht zu denken) die Tatio Geysiere auf einer Höhe von 4320m, das Thermometer zeigte -10Grad an und nach dem Verlassen unseres Minibusses kam ich mir wie in der Arktis vor. Die Aussicht auf das Geysier-Feld entschädigte jedoch für einiges, es war jedoch umso schwieriger die Kamera still zu halten – das muss ein lustiges Bild gewesen sein, da alle in der Gruppe beim bestaunen dieses Naturschauspiels am ganzen Körper vor Kälte zitterten.


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Das gesamte war ziemlich groß, ich hatte nicht erwartet das es so imposant sein würde. Überall sprudelte, gluckerte und rauchte es – Jaime zeigte uns verschiedene Arten von Geysieren und vermittelte viel geologisches Wissen. Einige der Geysiere spucken die meiste Zeit nur Rauch aus, um dann für eine kurze Zeit (von teilweise nur weniges Sekunden) Wasser auszuspucken.


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Ein Geysier hatte es uns besonders angetan – da dieser nur Wasserdampf versprühte konnte man sich in den Rauch stellen und sich wunderbar aufwärmen. Allerdings war dies auch nicht von langer Dauer, da die Schwefeldämpfe und die enorme Hitze schnell unerträglich werden. Auch bei den wasserspeienden Exemplaren ist Vorsicht geboten, da das aussprudelnde Wasser eine Temperatur von 85Grad aufweist. Welch Kontrast: ringsherum gefrorenes Wasser und mittendrin nahezu kochendes Wasser.

Nun werden sich sicherlich einige die Frage stellen warum man so früh dorthin aufbricht. Die Erklärung ist recht simpel: durch die enorme Kälte am Morgen wirkt das Naturschauspiel besonders beeindruckend, da die heißen Dämpfe bei solchen Bedingungen große Rauchsäulen bilden. Zudem offenbart der Sonnenaufgang besonders schöne Bilder. Es ist erstaunlich wie schnell die Temperaturen danach ansteigen, so als ob jemand einen Schalter umlegt.


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Dann gab es Frühstück, die Temperatur lag jedoch noch immer unter 0Grad – mit zitternden Händen tranken wir Kaffee und schmierten uns Brote bevor es zum nächsten Highlight ging: das Bad in den heißen Quellen. Mitten im Geysierfeld war eine Wasserstelle, das Wasser hatte um die 30Grad – über einen Einstieg konnte man ein heißes Bad nehmen. Das wollte ich mir natürlich nicht nehmen lassen, auch wenn ich wusste das reingehen leichter als rauskommen fallen würde. Im Becken selbst gab es kühlere und wärmere Stellen – man konnte ganz gut sehen wo es wärmer war, da sich dort mehr gelichgesinnte tummelten. Vor Ort war es teilweise wesentlich heißer als 30Grad, da hier das heiße Wasser direkt aus der Erde strömte. Der Ausstieg war vergleichbar mit dem Sprung in ein Becken kaltes Wasser, nachdem man in der Sauna war.


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Wir verließen die Hochebene und setzten unsere Tour fort, so kamen wir an einem Wasserlauf vorbei (Rio Puritama) – mitten in der kargen Ödnis sprudelte hier das Leben (sowas nennt man dann wohl Oase). Neben verschiedenen Vogelsorten konnten wir dann später auch Alpacas sehen.


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Den Abschluss dieser Tour bildete ein Spaziergang in der Nähe von Guatin, hier kam man sich vor wie im Dead Valley. Auf den Hängen waren Heerscharen von Kakteen zu sehen – das Holz wird im Norden Chiles oft als Baumaterial verwendet (ich wusste gar nicht das Kakteen überhaupt aus Holz bestehen).

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    der chilenische eierdampfer…

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