Backpacking Chile Steve on tour

onTour #016: El Cani

Yet not enough people for rafting, i decided to go on a snowshoe hike through the park of el cani. At this time there is a guide needed to do the walk, because in the snow there are now marked ways. On the way to the Park i met Jerome from France and Drew from Canada – we decided to do the tour together with the guide i booked. The following tour was hard but definetely amazing: a 2hour extrem steep way up to the plateu, araucanian trees (one of the oldest trees of the world), lagunes and the landscape completely covered with a lot of snow. In the evening i met up with drew again: for dinner – we had a good talk and a great meal with good beer and -of course- Pisco Sour. More of Drew you'll find in his Blog, also about this trip from his point of view.

(German Post) Rafting meint es nicht gut mit mir – auch mein erneuter Versuch schlug fehl und ich kann nicht behaupten mich nicht angestrengt zu haben: ich klapperte verschieden Agenturen im Ort ab und das sind eine Menge. Also Plan B: Schneeschuhwandern in einem privaten Park unweit von Pucon, Guide & Ausrüstung benötigt – allerdings war ich auch hier der einzige Interessent. Da sich die Tour erst ab 2 Personen für den Guide lohnt, bot ich an den doppelten Preis zu löhnen (was aufgrund der Nebensaison immernoch ok war) und stellte mich auf nen angenehmen Ausklang ein.

James zeigte mir nach dem Frühstück den richtigen Bus – ein typisch chilenischer Minibus der unterwegs an jeder Ecke anhält, an welcher Menschen winken oder Passagiere aussteigen wollen. Ich stieg ein und löhnte den lächerlichen Fahrpreis für 40min Busfahrt, es schien als wäre ich der einzige Touri an Board. Bei meinem Disput mit dem Fahrer und einer kleinen Unklarheit half mir ein Passagier aus dem hinteren Teil des Busses aus: Jerome aus Paris, der mit Drew aus Kanada mit dem gleichen Ziel unterwegs war. Nach erreichen des Parkeingangs kam ich schnell mit den beiden ins Gespräch, sie hatten noch keinen Führer und fragten ob wir die Tour gemeinsam machen wollten – natürlich. So kam es also das ich doch nicht allein und auch nicht zu erhöhten Konditionen meine letzte Aktivität in Pucon angehen sollte.

Manuel zeigte uns auf der Karte den Weg zum Hochplateu – zum was? Mir war bis hierhin nicht bewusst das wir zunächst eine beträchtliche Steigung bewältigen müssen – die gestrige Vulkantour steckte mir noch ordentlich in den Knochen, so dass mir selbst normales Treppensteigen schwer fiel. Also zunächst zum Hochplateu – der Weg war nicht weniger als die Hölle: mächtig steil, relativ hohes Tempo, kaum flache Abschnitte. Auf den Karten war der 2stündige Weg mit “extremo” ausgewiesen, meine Muskeln brannten – unser Guide schien die Steigungen mühelos zu bewältigen, auch er macht dies regelmäßig. Während ich den ersten Teil des Weges noch für lockere Gespräche mit Drew nutzte, verstummten die Gespräche nach 10min und nur für die kurzen Pausen zwischen den folgenden 2h Weg fanden wir die Sprache wieder – die aussicht war auch hier grandios, wurde aber zunehmend schlechter da wir der Wolkendecke entgegen liefen.

Am ersten größeren Halt – dem Refugio, nur 10min vom Gipfel entfernt bekam ich dann die Schneeschuhe in die Hand gedrückt, Schnee war jedoch noch nicht in Sicht. Nach ein paar Minuten zeigte sich langsam mehr und mehr die weiße Pracht, erschwerte das vorankommen jedoch auch zusehends – ein anlegen der Schneeschuhe war jedoch noch nicht möglich. Nach ca 2,5h erreichten wir dann das Hochplateu, es begann zu schneien und wir standen ganz alleine vor der ersten Lagune – diese war von meterhohen Schneemaßen bedeckt und nur an wenigen Stellen Eis und Schneefrei. Nach einer etwas größeren Pause legten wir die Schneeschuhe an und machten uns auf den Weg zu den anderen Lagunen. Dabei sahen wir die einzigartigen Araukarien Bäume, eine der ältesten Baumarten der Erde (früher war diese Art auf der ganzen Welt zu finden, heute gibt es sie nur noch in dieser Region und auch nur ab einer bestimmten Höhe) und der Namensegeber für diese Region in Chile (la Araucania).

Der El Cani Nationalpark ist einer der ersten erfolgreichen Parks die auf Privatinitiative gegründet wurden (nachdem die Holzindustrie ihre Absicht erklärte diese Landschaft zu zerstören fanden sich örtliche Privatleute zusammen, kauften das Land und gründeten den Park) und zählt eine Fläche von 480ha. Die Landschaft zählt zu dem Teil des noch verbliebenen temperierten Regenwaldes auf dem südamerikanischen Kontinent und liegt in einem erloschenen, in sich zusammengefallenen Vulkankegel, in dem sich mehrere Lagunen gebildet haben. El Cani bedeute in der Sprache der Mapuche (Ureinwohner Chiles) soviel wie “Blick der verändert” – dies trifft vollkommen zu, denn die Eindrücke die man hier oben sammelt sind überwältigend, nicht zuletzt durch die Art der Fortbewegung in völlig unberührter Natur ohne jegliche Wege.

Die weiteren Lagunen waren allesamt zugeschneit – der Mirador, von welchem man einen sagenhaften Ausblick haben sollte war heute nicht lohnenswert, da die Wolken jeglichen Blick versperren würden. Allerdings hatten wir das Glück die äußerst seltene Andenkatze zu sehen – die war jedoch genauso schnell weg wie wir sie erspähen konnten. Dann ging es auf den Weg zurück: langsam merkte ich das ich immer schlapper wurde – das letzte Stück bergab war auch in diese Richtung die reinste Qual, nun schmerzten neben der Muskeln zusätzlich die Knie.

Unten angekommen bedankten wir uns für die 6h Tour und gingen zur Bushaltestelle – einzig der Bus kam nicht. Nach kanadischem Zeivertreib (Hockey mit Ästen und einer Bierdose), ein paar Witzen und erfolglosen Trampversuchen kam dann nach 1,5h doch noch ein Bus der uns nach Pucon brachte. Am Abend ging ich mit Drew noch in einem Restaurant sehr lecker Essen, dazu gab es nette Gespräche und Pisco Sour – zu guter letzt bekam ich von Drew noch die Bilder des Tages, unglücklicherweise hatte ich nämlich meine Digicam am Morgen im Hostel vergessen. Drew schreibt übrigens auch einen regelmäßig aktualisierten Blog, gerne könnt ihr ihn auf seinem Weg in den Süden -evtl. sogar in die Antarktis- folgen. Es ist nicht unwahrscheinlich das wir uns nochmal treffen, dann jedoch in HH oder in Drews Heimat – Vancouver.

Tags
  • eTilo

    da hast du aber glück gehabt…. ;)
    die scheue andenkatze sieht aus wie n bergpuma :)

  • Eine wirklich tolle Tour auf Schneeschuhen…ich bin richtig neidisch…

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